Tuesday, 1. march 2011
2
01
/03
/März
/2011
14:25
Über zehn Prozent aller Haushalte in Deutschland sind von Trennung und Scheidung betroffen. Nahezu jede dritte Ehe wird geschieden und die Tendenz ist steigend. Genauso wie die Rachegelüste mit
zunehmender Auflösung der einst innigen Beziehung. Laut aktuellen Umfragen hatten 42% der befragten Männer und 60% der befragten Frauen das Verlangen, sich an ihrem Ex-Partner zu rächen. Wie
viele diesen Gedanken dann Taten folgen ließen, darüber gibt es kaum verlässliche Zahlen.
30 Minuten Deutschland zeigt Täter, Opfer und Helfer. Opfer wie den 59jährigen Dr. Lothar Rehn aus Essen. Der Mediziner glaubte sich glücklich mit seiner zweiten Frau, doch die ging fremd. Und
spielte dem Ehemann übel mit: als der Freizeitjäger im Haus sein Gewehr überprüfte, löste sich plötzlich ein Schuss. Seine damalige Frau warf sich auf den Boden, schrie hysterisch und holte die
Polizei. Die Ehe wurde im Schnellverfahren geschieden, wegen angeblicher Bedrohung. Zur Anklage kam es nicht, weil die Ex ihre Anzeige zurückzog. Zum Glück, sonst hätte Dr. Lothar Rehn seine
Arztzulassung verlieren können. Doch seine Praxis musste er trotzdem schlie-ßen. Denn durch den heftigen Trennungsstreit und sein Leiden als Betrogener, so sieht es der todkranke Mediziner heute,
wurde sein Immunsystem geschwächt, was zu einem Krebsleiden führte. Trotz aufreibender und vor allem teurer Scheidung, in der er seine Ex als wahre Hyäne erlebte, wagte Dr. Lothar Rehn noch
einmal den Schritt in die Ehe, genießt seine letzten Monate mit seiner dritten Ehefrau.
Auch Hans-Jürgen Kasparek aus Hannover ist mittlerweile wieder verheiratet, dies-mal allerdings mit Gütertrennung. Denn der 64jährige Außendienstler einer Versiche-rung zahlt noch heute an seine
Ex. Die hatte ihm jahrelang Hörner aufgesetzt, bis es ihm 1993 reichte, er die Scheidung einreichte. Das Ehepaar lebte allerdings noch im gemeinsamen Haus, keiner wollte während der
Scheidungsschlacht das Heim ver-lassen und Hans-Jürgen Kasparek erfuhr am eigenen Leib einen echten Rosen-krieg. Denn seine Ex war recht einfallsreich, überraschte ihren Mann mitten im Wohnzimmer
mit einer Mauer, um ihr Reich abzustecken. Die Mauer aus massivem Holz ließ ihm nur einen Miniraum im Wohnzimmer, er kam daraufhin nur noch zum Arbeiten in sein ehemaliges Zuhause.
Wie einfallsreich vor allem Frauen sind, weiß Anja Westermann-Taddigs aus eigener Erfahrung. Sie schrieb das Buch „Der Fisch im Briefkasten. Wahre Geschichten eifersüchtiger Frauen und spielte
ihrem eigenen Ex böse mit. Wissend um seinen ausgeprägten Geruchssinn, warf sie ihm einen 14 Tage alten Matjes in den Briefka-sten. Der stinkende Fisch tat seine Wirkung, sie fühlte sich nach dem
Racheakt bes-ser. Doch auch andere Beispiele listet sie in ihrem Buch auf: die Frau, die die 30.000 Euro Uhr des treulosen Gatten auf dem Flohmarkt verhökert, für gerade mal 50 €. Oder die Frau,
die die wertvolle Lederjacke ihres Ex mit den Worten „Achtung Ehebrecher! verzierte. Mit ihrem Ex redet die schwangere Buchautorin wieder, ihr neuer Mann und ihr Verflossener treffen sich sogar
und unternehmen Männerabende und auf einmal weiß Anja Westermann-Taddigs am eigenen Leib, wie sich Eifersucht anfühlt.
Seitdem Fotos und Videos zum Entwickeln nicht mehr in ein Fachgeschäft gegeben werden müssen, boomt die Produktion privat hergestellter Erotikbilder und filme. Das ist insbesondere dann
gefährlich, wenn diese digitalen Daten vom Exlover ohne Wissen der Hauptakteurin ins Netz gestellt werden. Um seine Fotos und Videos überhaupt zu finden bzw. wieder zu löschen, brauchen die
meisten professionelle Hilfe, zum Beispiel von der Firma Procomb. Wie ihr biometrisches Detection System funktioniert und wem sie schon helfen konnten, erläutert Torsten Gems, einer der Experten,
wenn es darum geht, privater Material im world wide web aufzuspüren.
Quelle
Rache ist eine Handlung, die den Ausgleich zuvor erlittenen Unrechts bewirken soll. Sie ist immer eine
physische oder psychische Gewalttat. Vom Verbrechen wird sie im archaischen
Recht nur durch die Rechtmäßigkeit unterschieden.
Rache (althochdeutsch râhha, altsächsisch wrâka, angelsächsisch wraec, isländisch ræki = treiben, jagen, verfolgen) ist außer in nordischen Quellen kein
wohldefinierter Rechtsbegriff. Er wird daher von römisch-rechtlich orientierten Rechtshistorikern gemieden.[1] In der deutschen Rechtsgeschichte wird der Begriff meist im Zusammenhang mit der Fehde gebraucht. Es ist ein alter
gemeingermanischer Rechtsbegriff, der das „Setzen außerhalb des Landrechts, und die Austreibung aus dem Lande infolge eines Angriffs auf den Landfrieden bezeichnete“. Es war die mildere, weil
nicht entehrende Strafe, im Gegensatz zur Verurteilung zur vogelfreien Existenz (Ächtung).
In manchen Gesellschaften traf den zur Rache Verpflichteten ein Fluch, wenn er die Rache nicht vollzog.
Im gegenwärtigen deutschsprachigen Raum wird Rache als ein emotional gesteuerter Akt angesehen, der der Rechtsordnung widerspricht, wenn er das Gewaltmonopol des Staates verneint. In der archaischen Gesellschaft wurde dagegen die Rache als ein rechtmäßiges Mittel angesehen, den
sozialen Frieden wiederherzustellen.
Quelle
Neueste Kommentare